„Deutschland, was geht?“ Jetzt Ideen für eine neue Verwaltungslösung einreichen
Startschuss für die Einreichungsphase

Wie können Verwaltungsprozesse unbürokratischer, zugänglicher und einfacher werden? Die Abstimmungsphase zur Priorisierung der gemeldeten Problemfelder ist abgeschlossen – nun zählt die beste Idee: Ab sofort können Konzepte für neue Verwaltungslösungen eingereicht werden.
Der Bürger-Hackathon „Deutschland, was geht?“ des BMDS und der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) geht in die nächste Runde. Bis zu 20 Teams aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und IT erhalten die Chance, mit finanzieller und fachlicher Unterstützung konkrete Lösungen für Verwaltungsprobleme zu entwickeln.
Egal ob Tech-Start-up, IT-Profi, Verwaltungsmitarbeiterin oder Innovations-Guru: Vom 27.07.2026 bis zum 20.08.2026 können sich Teams bewerben. Gesucht werden Lösungsansätze für die Themen, die Bürgerinnen und Bürgern besonders am Herzen liegen. Eine Jury wählt die besten Ideen aus. Dann beginnt die Umsetzung in konkrete Verwaltungslösungen.
Hier geht es zur Bewerbung.
Ganz Deutschland hat abgestimmt: Das sind die wichtigsten Themen
Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Verbände haben die Chance genutzt und in knapp 28.000 Anliegen auf Probleme und Hürden in Verwaltungsprozessen hingewiesen. Auf dieser Grundlage wurden 13 Themen identifiziert und anschließend von Bürgerinnen und Bürgern gewichtet. Bei der Abstimmung zeigte sich: Am wichtigsten war den Teilnehmenden, dass der öffentliche Nahverkehr deutlich einfacher und bürgerfreundlicher wird (10,1% der Stimmen). Aber auch der direkte Kontakt mit der Verwaltung wurde von Teilnehmenden priorisiert. So wünschten sich viele besseren Service bei Behördengängen (9,7 % der Stimmen), Verbesserungen bei der Suche nach der zuständigen Stelle (8,4 %) und eine verständlichere Sprache im Kontakt mit Behörden (6%).
Auch das Thema Bürokratieabbau hielten viele Teilnehmende für besonders wichtig. So sollten etwa Innovationen nicht durch Bürokratie ausgebremst werden (9,1%) und für Kleinunternehmer müsse der Verwaltungsaufwand gesenkt werden (8,9%). Ähnlich wurde auch der Rückbau von Bürokratie im Kontext von Vergabeverfahren priorisiert (8,6%). Eine Möglichkeit zu finden, die Berichts- und Nachweispflichten für Unternehmen zu senken, wurde mit 7 % der Stimmen priorisiert.
So geht es nach der Einreichungsphase weiter
Für die ausgewählten Teams geht es an die konkrete Umsetzung. In kurzer Zeit entwickeln sie Prototypen – also funktionierende erste Versionen ihrer Lösung. Sie erhalten dabei fachliche Begleitung und finanzielle Unterstützung.
Eine Jury wählt schließlich die fünf vielversprechendsten Prototypen aus, die im Dezember beim „Ministerpitch” Digitalminister Dr. Karsten Wildberger vorgestellt werden. Sie bekommen die Chance, dass ihre Lösungen ab 2027 in der Bundesverwaltung zum Einsatz kommen.
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